Eine tiefe Verbindung

Schon so viele Jahre beschäftigt mich das Thema – Verbindung statt Erleuchtung.

Aus meiner Sicht und Erfahrung ist es wichtig, sich und seine Chakren in bestimmten Situationen bewusst zu öffnen. Sozusagen die Wahrnehmung auf etwas Besonderes, Schönes zu erweitern.

Das kann ein Mensch sein, den wir lieben, eine Erfahrung in der Natur, die wir gern machen möchten, eine Öffnung für “überirdisches”  eine erweiterte Wahrnehmung, oder… Ich kann Erfahrungen machen, die sonst nicht möglich sind.

Und ebenso wichtig ist es mir , diese wunderbar offenen, leuchtenden Chakren und Kanäle in anderen Situationen bewusst und sicher zu verschließen. Das können beispielsweise Situationen die mich gefährden, die mir Schaden zufügen. Auch um mich vor Energieraub zu bewahren kann es wichtig sein, eine schützende Wand z. bsp. aus Licht etc. vor mich zu stellen.

Ich halte nichts davon, mich beispielsweise in einer Großstadt oder einem Einkaufszentrum mit all seinen menschlichen – und unmenschlichen – Auswüchsen zu bewegen, ohne einen bewussten Schutz.  Ich habe es erlebt, dass sich mein Verstand abmeldet, und ich nach einer Weile- sei es aus Reizüberflutung oder Energieverlust -schlicht ohnmächtig wurde. Ich fühlte mich wie ein Tiger im Käfig, gefangen, depressiv, unglücklich…Das Stadtleben habe ich seit vielen Jahren hinter mir gelassen.

Wie mag es den Menschen ergehen, die sich täglich darin aufhalten? Da habe ich mich in den letzten Jahren oft gefragt. Nehmen sie sich anders wahr? Merken sie nicht, wie krank es macht, den ganzen Tag beschallt zu werden, berieselt von Konsumwahn und mentaler Manipulation? Was geschieht, wenn die Verbindung abreißt, die zu den wurzeln des eigenen Seins führt? Werden sie zu Zombies, die sich nicht mehr spüren? Wie kann man leben in einem solchen Wahn ohne selbst wahnsinnig zu werden? Meine Schmerzgrenze liegt bei etwa drei Stunden Stadtzentrum. Danach verschiebt sich alles, ich verliere meine Mitte – ich bin nicht mehr zentriert und meine Wahrnehmung schaltet auf  Durchzug. Ich brauche danach etwa zwei Tag um zu entgiften, und den Müll wieder loszuwerden, der sich an mich geheftet hat.

Wenn ich in die Natur gehe, und auch dort lebe, sieht es genau andres herum aus: meine Kanäle öffnen sich, ich fühle mich zentriert, ruhig, in der Mitte. und vor allem: ich fühle mich verbunden! Es bedeutet mir viel, diese Verbindung zu spüren. Sie bedeutet nicht nur: Ich bin ein Teil und nicht getrennt von ihr. Ich spüre die Verbindungen der Bäume, der Tiere, der Kräuter in mir drin, wie meine eigenen Venen und Arterien. Und ich kann die Wahrnehmung durch mich hindurch fließen lassen. Ich rieche, schmecke und fühle.

Wenn ein fremder Mensch in die Nähe kommt, spüre ich seine Anwesenheit meist, BEVOR er sichtbar wird. und ich spüre seine Absichten, was manchmal viel wichtiger ist.

Wenn sich ein Tier nähert, ist es ebenso. Ich spüre auch in der früh- oft noch im Bett- , wenn die Jäger in den Wald kommen, und kann die freien Tiere ohne großes Geschrei hier herrufen, weil es auf diesem Grund verboten ist zu jagen. Sie bleiben oft in der Nähe meiner Jurte und ziehen weiter, wenn die Jäger weg sind. Mit der Zeit kommen auch immer weniger Jäger, es hat sich herumgesprochen, dass es hier wohl kaum ausreichend jagdbare Wildtiere gibt :).

Mit den Krähen habe ich ein besonderes Verhältnis, mit den Falken und Wildschweinen auch. Die Vögel unterrichten und warnen mich. Ich darf in ihre Nähe kommen und sie beobachten, ohne dass sie Angst bekommen oder argressiv werden, selbst wenn sie mit ihren Jungen unterwegs sind.

Sie spüren mich genau wie ich sie. Wir sind EINS. Wenn jemand von ihnen krank ist oder stirbt, weiß ich es. Ich habe Futter mit Homöopathie ausgelegt und gehofft ihnen helfen zu können, wenn irgend ein kranker Mensch sie vergiften wollte. Manchmal konnte ich helfen. Manchmal nurmehr beten.

Das alles bedeutet mir viel. Ich fühle, dass es gesund und richtig ist. Dass diese Verbindung mir persönlich mehr wert ist, als jede Art sogenannter mentaler Erleuchtung. Ich meditiere auch nicht. Ich gehe in den Wald, in die Einsamkeit ins ALL EINssein und spüre! Dafür benötige ich keine Technik oder Methode. Dies ist ein wunderbares, tägliches Glück, was mir über die Unbequemlichkeit meines einfachen Lebens mehr als hinweg hilft.

Das tiefe Empfinden, das tief empfundene Lieben alles Lebenden ist der Grund, warum ich hier bin. Meine Liebe schließt alle Wesen ein. Auch wenn ich die Jäger gern narre, und mich mit den Tieren gemeinsam diebisch freue, wenn sie unverrichteter Dinge weiterfahren mit ihren Hightech Gewehren in ihren dicken Jeeps… Sie wissen nicht einmal dass es mich gibt :). Ich darf dasitzen und lächeln, wenn meine Nachbarin einen heißen Kaffee vorfindet, wenn sie nach einer Wanderung hier ankommt…

Ich bin tief verbunden und dankbar für dieses Leben.

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A Shamans View of Mental Illness

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A West African shaman by the name of Dr. Malidoma Patrice Somé has a different view of mental illness compared to that of people in the western world, where we focus on pathology and the idea that the behavior exhibited by those diagnosed with the condition is something that needs to stop.

Dr. Somé proposes that what we call depression, bi-polar, psychosis and schizophrenia may perhaps be a remarkable transformation in consciousness and an inevitable step towards human development.

Dr. Somé and the Dagara people support the shamanic view that signals mental illness as “the birth of a healer.” They believe that this person has been selected as a medium for a message to the community. What Westerners view as “mental illness”, the Dagara people view as “good news from the other world.”

“Mental disorder, behavioural disorder of all kinds, signal the fact that two obviously incompatible energies have merged into the same field,” says Dr. Somé. “Disturbances result when the person fails to acquire assistance in dealing with the presence of the energy from the spirit realm.”

Upon Dr. Somé’s first visit to the United States in 1980, he encountered how the country deals with mental illness. Dr. Somé was startled to notice that patients in the psychiatric ward were exhibiting the same symptoms as those he had seen in his village.

“So this is how the healers who are attempting to be born are treated in this culture. What a loss! What a loss that a person who is finally being aligned with a power from the other world is just being wasted.”

He acknowledged that the West is not trained in how to deal with the existence of psychic phenomena and the spiritual world. When these energies emerge, the individual, that lacks the capacity to recognize what is happening, is labeled “insane” and is given high doses of anti-psychotic drugs which hinder spiritual evolution.

Shamans and psychics are also able to see “entities” or “beings” that linger in the presence of these individuals. The screaming and yelling exhibited by the patients in the psychiatric ward signalled to Dr. Somé that the entities were trying to rid the medication out of their bodies and their pain was heightening in the process.

In the Dagara tradition, these individuals are seen as bridge between the physical and spiritual world and the community assists the person to reconcile with the energies of both worlds. Failing to do this aborts the birth of a healer and sustains the initial disorder of energy.

He describes Schizophrenia as having “receptivity to a flow of images and information, which cannot be controlled.”

“When this kind of rush occurs at a time that is not personally chosen, and particularly when it comes with images that are scary and contradictory, the person goes into a frenzy.”

Shamans will clear foreign energies out of the individual’s aura using a practice known as a “sweep”. This helps calm the spiritual energy that is being received and calms the person down. The shaman will then seek to align the high-voltage energy of the spirit attempting to come through from the other world and in turn, give birth to the healer. Blocking this is what creates problems and exacerbates the situation.

In cases where the energy channeled is negative and will not promote healing, shamans seek to remove them from the aura rather than align them.

While in the USA, Dr. Somé was curious if his techniques would be universally apply to all patients. Upon request he took an 18-year-old mentally-ill patient back to his African village. After four years of hospitalization and suffering from hallucinations and severe depression, the boy’s parents were stumped on what to do. Dr. Somé reports that after eight months, their son had become “quite normal” after participating in Shamanic healing rituals and understanding his gifts as a healer. He continued to live in the village for another four years as a healer before returning to the US to complete his Psychology degree at Harvard. “He discovered that all the things that he needed to do had been done, and he could then move on with his life,” said Dr. Somé.

One of the gifts Shamans can bring to the Western world is to assist individuals in rediscovering a spiritual point of view which is necessary for one to live. Adopting the spiritual realm of life reduces the likeliness of mental distress which stems from the fact that “they are called by beings from the other world to cooperate with them in doing healing work.”

Dr. Somé suggests that “some of the spirits trying to come through, as described earlier, may be ancestors who want to merge with a descendant in an attempt to heal what they weren’t able to do while in their physical body.”

He continues, “unless the relationship between the living and the dead is in balance, chaos ensues. The Dagara believe that, if such an imbalance exists, it is the duty of the living to heal their ancestors.  If these ancestors are not healed, their sick energy will haunt the souls and psyches of those who are responsible for helping them.”

Dr. Somé suggest that taking a ritualistic approach to mental illness creates an array of opportunities and can change the individual’s life for the better.

Parts excerpted from The Natural Medicine Guide to Schizophrenia, pages 178-189, and The Natural Medicine Guide to Bi-polar Disorder. Based on Jayson Gaddis’ article. 

Der Fluss

Ich will Dir eine sehr persönliche Geschichte erzählen und die beginnt so:

Es war einmal ein ganz normales kleines Mädchen. Es wuchs in einer ganz normalen Familie auf, Vater, Mutter, Schwester und Großmutter. Alle lebten in ein einem kleinen Haus am Rande einer unbedeutenden Kleinstadt in einer ebenso unbedeutenden wie langweiligen Gegend.

Immer wenn es Sommer wurde, gingen das Mädchen und ihre Freunde zum Baden an einen kleinen Fluss, der sich an der Stadt vorbeischlängelte. Sie hatte ein paar ältere Freunde, mit denen war es ihr erlaubt.

Das Mädchen hatte schreckliche Angst zu schwimmen. Sie konnte es einfach nicht. Angst schnürte ihr die Brust zu, so dass sie nicht mehr atmen konnte, wenn sie tiefer ins Wasser ging. Sie ging immer nur so weit ins Wasser, bis es ihr an die Brust ging, und dann tat sie so, als könne sie bereits schwimmen. Weil sie ziemlich groß  gewachsen war, fiel das nicht weiter auf.

Eines Tages erfasste sie der Fluss, der nach einem Regenfall stark angeschwollen war. Er zog sie in die Tiefe, sog sie schnell und gnadenlos auf den Grund. Das Mädchen bekam Panik. Der Atem stockte ihr. Sie wollte schreien, im letzten Moment ließ sie es sein. Sie zappelte ein wenig. Aber das half nichts. Ihr wurde sehr kalt, und die Panik wich der Gewissheit des Todes.

Sie fühlte ihre Kräfte schwinden, und nach einer ihr sehr lange erschienenen Zeit ließ sie los. Sie gab sich auf, in dem klaren Wissen, ihr letztes Stündlein sei nun geschlagen. Sie ließ sich wie tot treiben dort unten im gurgelnden Sog. Und mit einem Mal kam sie, plopp, wieder an die Oberfläche. Der Fluss hatte sie einfach frei gegeben.

Statt nun, wie es andere tun würden, zu rudern und zu zappeln, ließ sie sich weiter treiben, in dem erlösten Gefühl, ganz ohne ihr Zutun und einfach so, schwimmen zu können, sich vom Wasser tragen zu lassen.

Aus der Todesangst wurde ein weiches Gefühl bei dem sie hätte singen können. Sie sang auch. Aber das hörte zum Glück niemand. ihre Stimme sang ein unhörbares aber für sie wunderschönes Lied der Freude. Sie hatte überlebt. Ein Gefühl als ob sie fliegen könnte. Und sie WUSSTE ab diesem Moment, dass sie auch das konnte.

Sie begann etwas zu hören, was ganz leise an ihr Herz klopfte, so leise, wie eine Maus oder ein Grashalm: eine deutliche Stimme tief in ihr. Die Stimme sagte: “Du wirst Deinen Weg gehen. Ganz egal was kommt. Egal wie andere gehen, was sie über Dich denken, oder was sie dabei fühlen. Dies ist ganz allein DEIN Weg. Und ich werde Dir sagen, wohin Dein nächster Schritt Dich führt. Hör mir nur zu und lasse Dich nie beirren.

Du wirst durch Welten reisen, die andere wahrscheinlich nie betreten. Sie werden Dir nicht glauben, also behalte das besser für Dich. Du wirst Dinge sehen, die andere nicht sehen können. Auch diese musst Du für Dich behalten, sonst erklären sie dich für verrückt und stecken Dich in eine ihrer Anstalten.

Ich freue mich, dass Du mir nun endlich zuhörst. Ich bin Deine Lehrerin, egal was sie Dir erzählen, und egal was Dir passiert. Ich werde für Dich da sein, und Dich führen. Hör mir nur zu.”

Das kleine Mädchen war ganz still. Sie fühlte so behütet. Ihr kleines Herz hüpfte vor Freude und als sie irgendwann an Land gespült wurde, vollkommen nackt, war sie in einer Gegend des Flussbettes, die sie noch nicht kannte.

Sie setzte sich, vollkommen in ihrem Glück, diese Stimme gehört zu haben, an das Ufer und lauschte. Ihre Ohren hatten sich nicht verändert, aber sie hörten plötzlich die Vögel und die Bäume reden. Nein, sie wunderte sich nicht darüber. Ihre Augen sahen Wesen, kleine und große, die sich fröhlich am Flussufer unterhielten, tanzten und des Lebens freuten.

Diese Wesen waren ihr vorher auch schon begegnet, aber sie hatte sie wie ihre Eltern als “Blödsinn” und “Quatsch” oder “Fantasie” abgetan. Nun waren sie so real geworden, wie ihr eigene Haut. Sie kniff sich in den Arm, aber die Wesen blieben sichtbar. Sie hörte auch das Lachen und Singen. Eines der Wesen, es sah aus wie eine Art Zwerg, bat sie, doch einfach mitzutanzen. Sie freute sich, dass auch sie von ihnen wahrgenommen wurde. Sie tanzte nackt im Sonnenlicht und war erfüllt vom Zauber dieser wunderbaren Welt.

Irgendwann hörte sie ein Poltern. Sie zuckte zusammen. Die Wesen verschwanden schnell, so schnell, dass sie ihnen nicht mit den Augen folgen konnte. Das Poltern war das Geräusch eines Mopeds eines ihrer Freunde. Sie hatten Angst um sie gehabt, sie gesucht überall. Und ihr Freund rief den anderen erleichtert zu:” Hier ist sie!”

Sie brauchte eine Weile, um zu erkennen, dass dies auch real war. Dass das alte Leben, in dem sie bis heute gelebt hatte, ebenso noch existierte wie die wunderbaren Wesen und die Stimme in ihrem Inneren.

Ihre Freunde brachten ihr ihre Sachen, die sie widerstrebend anzog. Sie meinten:” Du stehst unter Schock.”. Zum Glück hatte die Stimme sie gelehrt, nicht über ihr Erleben zu reden. Sie tat so, als würde sie frieren und ließ sich von den Freunden nach hause begleiten. Sie nahm durchaus wahr, dass diese sie irritiert betrachteten, ging aber nicht darauf ein. Schweigend fuhren sie in des Backsteinhaus ihrer Eltern, schweigend legte sie sich auf das Bett in ihrem Zimmer. Seit diesem Tag wartete sie, dass die Stimme und die Wesen zurückkehrten.

Ihr Leben verlief in der Tat, wie die Stimme gesagt hatte, vollkommen anders, als das ihrer Freunde. Ihr Weg war schwer und hart, und oft dachte sie, er wäre für sie nicht zu schaffen. Dann ließ sie sich, tief in ihrer Angst wie damals, einfach in den Fluss fallen, und sie trieb immer an der richtigen Stelle ans Ufer des Lebens.

Sie sah sehr vieles was andere nicht wahrnahmen.Sie hörte viele Dinge, die für die anderen nicht einmal existierten. Und siehe da: Eines Tages begann, wie versprochen, die leise Stimme ihr Lehrer zu werden. Sie begann zuzuhören und manchmal zu verstehen.

Ihr weg wurde dadurch nicht einfacher oder leichter. Aber ganz tief in ihrem inneren wusste sie: Jede neue Stufe führt sie zu dem was ihre Bestimmung, zu dem was sie selbst ist. Und sie konnte sich mit jeder Stufe mehr hingeben, mehr lieben.

Darum gab sie sich nicht auf. Darum ließ sie sich, wenn sie Angst hatte, in den Fluss ihrer Angst fallen, dorthin, wo ihre Wesen und Lehrer wohnten.

Sie wusste seit dem Tag im Fluss, dort in der dunklen Tiefe war ihr zweites Zuhause.

Sie ist dankbar für dieses einzigartige Geschenk.

Ein heiliger Raum für Liebende

Wenn zwei Menschen
gleichermaßen ernsthaft
eine monogame Liebesbeziehung
leben wollen,
eine authentische, tabulose,
tiefe Liebe
leben wollen,
zu zweit leben wollen,
miteinander leben wollen,
dann braucht es einen Raum.

Einen besonderen Raum.
Einen HEILIGEN Raum.
Einen Raum absoluten Vertrauens.
Und großen MUT’s.

Dieser Raum ist nötig.
Für absolute Nacktheit.
Ohne Masken.

Doch dieser Raum
ist nur möglich,
wenn Beide bereit sind
Alles zu geben.
Alles zu zeigen.
Alles zu klären.
Und sich zu vereinbaren.

Darüber zu vereinbaren,
dass Niemand sonst
ohne die Zustimmung
des Anderen
diesen Raum betritt.
N I E M A N D .

Dieser Raum,
kann nur auf EINEM wachsen.
Absolut eindeutiger Klärung
jedes Gestern.
Loslassen.
Frieden mit diesem Gestern.
Und radikalem Vertrauen.

In diesen Raum gehört
kein ExPartner,
Keine Mutter,
Kein Vater,
Niemand sonst.

Dieser Raum
ist die Möglichkeit
wirklichen Kennenlernens.
Echter Begegnung.

Hier gibt es kein
Richtig oder Falsch.
Kein Gefallen.
Keinen Kampf.
Keine Tabus.

Hierher
könnt Ihr kommen,
wenn Ihr der Liebe
begegnen wollt.
Mitten durch
jeden alten Schmerz
hindurch.
Denn hier
kann Euch nichts geschehen.
Hier ist immer
Liebe.

Und wenn Ihr gemeinsam
diesen Raum baut,
wenn Ihr Ihn besucht
und erfüllt,
dann werden Eure Räume
der Liebe auch im Außen
größer.
Ihr werdet GEBEN.
Denn Ihr habt erfahren,
dass Liebe heilt.
Alles heilt.
Aus Euch selbst heraus.
Ihr spürt
Eure Quelle.

Ihr seit gewachsen.
Ihr seit erwachsen.
Zu Kriegern der Liebe.

Geben ohne Erwartung ..
ist Eure Macht.
Gelassenheit
Eure Rüstung.
Verbundenheit
der Weg auf dem Ihr geht.

Martin Uhlemann

quallenpaar Tomasz Alen Kopera

Ende des Winters

 

nicht nur die Temperaturen steigen. Auch die Stimmung und der Wasserstand des kleinen Rio Gamberi sind deutlich erhöht, und das bereits seit ein paar Tagen. Am Morgen wecken mich die Singvögel, in der Nacht höre ich das Käuzchen und die Eulen um die Wette rufen. Wenn ich mein Auto oben an der Straße starte, begegnen mir Reh und Fuchs und meine Ziegen haben gestern und heute je zwei Zicklein geboren.

So beginnt ein neuer Kreis. Ein Alter ist abgeschlossen, das Jahr des Feueraffen beginnt heute im Chinesischen Kalender, Neumond, und dieser ist auch für mich ein besonderer Tag.

Das Jahr des Eremiten habe ich bestanden. Ja, ich fühlte mich das gesamte Jahr über immer wieder geprüft. Wer genau mich prüfte ist unwichtig. wichtig ist, ich habe alles für mich selbst und aus der Verantwortung für meine Lieben entschieden.

Nach all diesen Entscheidungen stand ich plötzlich allein da. Mein ganzes Leben habe ich mich davor gefürchtet. Meine größte Angst war es immer, nicht angenommen, nicht geliebt zu werden. Und allein zu sein. Nun war ich allein. Es war überhaupt nicht schlimm, allein zu sein. Ich genoss und genieße meine persönliche Freiheit.

Ich sortierte Freund und Nicht-Freund, befand reguläre Festanstellung und Eingliederung in dieses System für mich unpraktikabel, wendete mich vollständig der Naturmedizin und der spirituellen Heilkraft zu. Und ich wohnte ein ganzes Jahr allein mit meinem kleinen Sohn auf einem Berg in einem uralten Haus.

Und siehe da: auch mein Körper gesundete. Die Krebszellen schwanden, die gesunden wuchsen. Mein Geist wurde stark. Meine Seele glücklich wie noch nie . Ich fühlte etwas aufkeimen, was tiefer ging, als ich es je empfunden hatte.

In diesem Jahr habe ich allein: finanziell überlebt ohne Festanstellung. Mit einem Garten die Selbstversorgung begonnen, es geschafft mir ein kleines Auto zu kaufen, regelmäßig und erfolgreich mit schamanischer und naturmedizinischer Methode Menschen zu behandeln, einen Meditationskreis in einer mir völlig neuen Sprache ohne Übersetzung aufzubauen, Seminare ebenfalls in Italienisch zu leiten, alle meine Kinder zu einem großen Fest zu versammeln, eine Küche zu bauen, und so vieles mehr.

Das habe ich mir selbst vorher nicht zugetraut.

Dieses heute beginnende Jahr steht für mich laut Kartenlegung der Rauhnächte im Zeichen der Liebe. Ich weiß natürlich nicht, mit welcher Art Liebe ich zukünftig beschenkt werde. Was ich in mir spüre ist eine tiefe innere Zufriedenheit.

Es ist noch etwas größeres, ein Mysterium, dem ich mich kaum gewachsen fühle. Mich ergreift immer öfter eine tiefe, menschliche Liebe, die alle Wesen um mich einschließt. Eine Liebe, die sich auch dann zeigt, wenn ich wirklich unschönen und hässlichen Dingen, und gerade eben solchen Menschen begegne. Selbst meinen (zum Glück) wenigen Feinden, jenen Menschen, die mir nicht wohl wollen, die neidisch oder missgünstig sind. Selbst ihnen gegenüber empfinde ich Liebe. Ich werde deshalb nicht zu ihrem Freund, und krieche ihnen nicht in den Hintern. Aber ich kann sie selbst in meiner Ablehnung verstehen und, ja, auf besondere Weise lieben. Ihnen ohne Hass ihre Grenzen aufzeigen. Kraftvoll und klar.

Das sogenannte Schöne zu lieben ist leicht finde ich. Ich erfreue mich seines Anblickes und genieße seine Anwesenheit. Ich vermisse, wenn ich es nicht habe. Schönes zu lieben ist keine Kunst. Meine Aufgabe liegt nicht unbedingt darin, zu lieben, was ohnehin alle lieben. Sie geht offensichtlich darüber hinaus.

Tiefe Empfindungen wie diese kann ich nicht steuern. Ich kann reagieren wie immer – mit dem Verstand. Die Emotionen sind da. Ich kann sie verdrängen, und sie kommen dennoch immer wieder an die Oberfläche. unmittelbar wie andere auch.

Also beschloss ich, diese Liebe zu leben, dem starken Gefühl freien Lauf zu lassen.

Ich lasse die Liebe fließen. Ich bin geborgen in mir und zufrieden. Das Glück ist etwas, was uns nicht von Außen geschenkt wird. Es kommt aus unserem Selbst, aus unserer eigenen Tiefe. Alles war schon immer da. Ich musste es nur erkennen.

Danke dem Jahr des Eremiten. Dem Jahr der tiefen Erkenntnis.

Ich werde dieses Jahr selbst die Liebe sein und mich schenken.

 

 

 

Message from the Council of 13 Indigenous Grandmothers

O14-32x24in-oil-on-canvas-2014“As you move through these changing times… be easy on yourself and be easy on one another. You are at the beginning of something new. You are learning a new way of being. You will find that you are working less in the yang modes that you are used to.

You will stop working so hard at getting from point A to point B the way you have in the past, but instead, will spend more time experiencing yourself in the whole, and your place in it.

Instead of traveling to a goal out there, you will voyage deeper into yourself. Your mother’s grandmother knew how to do this. Your ancestors from long ago knew how to do this. They knew the power of the feminine principle… and because you carry their DNA in your body, this wisdom and this way of being is within you.

Call on it. Call it up. Invite your ancestors in. As the yang based habits and the decaying institutions on our planet begin to crumble, look up. A breeze is stirring. Feel the sun on your wings.” (gelesen bei: Maria Broom)

Just a Question

“Question!”

Sweet berries ready for two ghosts are no different than you.
Ghosts are now waiting for you.
Are you…
Sweet berries ready for two ghosts are no different than you.
Ghosts are now waiting for you.
Are you…
Dreaming!

Dreaming the night!
Dreaming all right!

Do we! Do we know, when we FLY?
When we, when we go
Do we die?

Sweet berries ready for two ghosts are no different than you.
Ghosts are now waiting for you.
Are you…
Sweet berries ready for two ghosts are no different than you.
Ghosts are now waiting for you.
Are you…
Dreaming! Dreaming the night! Dreaming all right!

Do we! Do we know, when we FLY?
When we, when we go
Do we die?

Du musst Dich nicht messen

Von Leistung und Wert und wie sie sich bedingen,
als ging’s  um Rekorde und sie zu bezwingen,
bringt man Dir bei, schön Stöckchen zu bringen
und durch die Reifen zu springen, die man Dir hinhält

Angestachelt schaust Du Dich um.
Wer ist Freund? Und wer Konkurrenz?
Wer weiß mehr? Wer hat mehr drauf?
Und wer gibt schon auf?

Doch jetzt komm mit raus, tanz in wehenden Tüchern,
weißt Du, da steh viel in dicken Büchern.
Und Du kannst alles lesen und wissen und wieder vergessen.
Ich trag Dich im Herzen. So oder so.
Du musst Dich nicht messen.

Als ging es nur um Ziele und sie zu erreichen,
der Anfang des Unglücks wäre sich zu vergleichen.
das weiß jeder, ahnt jeder, trotzdem der Wettstreit,
was machst du aus Deiner Zeit?

Hast Du alles geschafft oder alles versäumt?
Den Tag lang geschuftet? Oder geträumt?
Ruh dich aus, setz Dich hin!
Es gibt für alle zu essen
Und Wasser und Luft …
Du musst Dich nicht messen.

Der Mensch ist perfekt, wenn er tut, was er gern tut,
Der Mensch ist perfekt, wenn er wird, der er ist,
wenn er lacht, wenn er weint,
wenn er träumt, wenn er aufwacht,
Und Du bist perfekt, wie Du bist.

Und jetzt ruh Dich aus, mach dich auf Schlafes Reise.
Weißt Du, wozu brauch ich Liebesbeweise?
Muss um nichts ringen, um nichts bangen, keine Worte erpressen.
Ich trag Dich im Herzen, So oder so.
Du musst Dich nicht messen.

Einladung

Die Einladung

Es interessiert mich nicht, wovon Du Deinen Lebensunterhalt bestreitest.
Ich möchte wissen, wonach Du Dich sehnst und ob Du es wagst,
davon zu träumen, Deine Herzenswünsche zu erfüllen.

Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist. Ich möchte wissen, ob Du es riskieren wirst, verrückt vor Liebe zu sein, vernarrt in Deine Träume, in das Abenteuer, lebendig zu sein.

Es interessiert mich nicht, welche Planeten in welcher Konstellation zu Deinem Mond stehen. Ich möchte wissen, ob Du die Mitte Deines Leids berührt hast, ob Du durch Verrat, den Du im Leben erfahren hast, aufgebrochen und offen geworden oder geschrumpft bist und Dich verschlossen hast vor Angst und weiterem Schmerz.

Ich möchte wissen, ob Du dasitzen kannst mit Schmerz – meinem oder Deinem eigenen – ohne irgendeine Bewegung der Ausflucht, ohne den Schmerz zu verbergen, ohne ihn verschwinden zu lassen, ohne ihn festzuhalten.

Ich möchte wissen, ob Du mit Freude da sein kannst – meiner oder Deiner eigenen – ob Du mit Wildheit tanzen und zulassen kannst, daß Ekstase Dich erfüllt bis in die Fingerspitzen und Zehen hinein, ohne jene Vorsicht, in der du dich in acht nimmst, realistisch bist und dich an die Begrenzung des Menschendaseins erinnerst.

Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die Du mir erzählst, wahr ist.
Ich möchte wissen, ob Du jemanden enttäuschen kannst, um zu Dir selbst ehrlich zu sein,ob Du es erträgst, daß Dir deshalb jemand Vorwürfe macht
und Du trotzdem Deine eigene Seele nicht verrätst.

Ich möchte wissen, ob Du treu sein kannst und zuverlässig.
Ich möchte wissen, ob Du Schönheit sehen kannst, auch dann, wenn es nicht jeden Tag schön ist und ob Du in Deinem Leben einen göttlichen Funken spürst.

Ich möchte wissen, ob Du mit Mißerfolg leben kannst – mit Deinem und meinem – und immer noch am Ufer eines Sees stehen und “Ja“ zum Vollmond rufen kannst.

Es interessiert mich nicht, wo Du lebst oder wieviel Geld Du hast.
Ich möchte wissen, ob Du nach einer kummervollen Nacht voller Verzweiflung aufstehen kannst –ausgelaugt und mit Schmerzen – und trotzdem tust, was getan werden muß für Deine Kinder oder andere Menschen.

Es interessiert mich nicht, welche Schulausbildung Du hast oder wo und bei wem Du studiert hast. Ich möchte wissen, ob Du mit mir in der Mitte des Feuers stehen und nicht zurückschrecken wirst.Ich möchte wissen, was Dich von innen aufrecht erhält, wenn alles andere wegfällt. Ich möchte wissen, ob Du mit Dir selbst alleine sein kannst und ob Du wirklich die Leute magst, mit denen Du Dich in Zeiten der Leere umgibst.

Oriah Mountain Dreamer
(Bild: Thomasz Alen Kopera, no name, Oil on Canvas)tomasz alen copera owl